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Sicher in die Cloud migrieren

Immer mehr Unternehmen entscheiden sich, mit Ihrer IT-Infrastruktur von der lokalen Hardware auf Cloud-Lösungen umzuziehen. Die Vorteile liegen dabei klar auf der Hand. Cloud-Server bringen nicht nur finanziell, sondern auch organisatorisch einige Vorteile mit sich.

Die Miete eines entsprechenden Systems in einem Rechenzentrum fällt mittlerweile günstiger als die Anschaffungskosten für aktuelle Hardware aus. Dazu entfallen Personalkosten für die Wartung und Pflege der eigenen Hard- und Software, denn die Rechenzentrum-Infrastruktur wird vom Anbieter instandgehalten.

Dazu sind virtualisierte Cloud-Server in Bezug auf Speicherplatz und Rechenleistung frei konfigurierbar und können bei Bedarf umgehend den aktuellen Anforderungen angepasst werden. Die Rede ist von IaaS (Infrastructure as a Service). Unter SaaS (Software as a Service) versteht man die Tatsache, dass benötigte Software jederzeit hinzugebucht werden kann, ohne dass langwierige Installationsprozesse vonnöten sind. Außerdem wird die Software automatisch auf dem neusten Stand gehalten. Ein weiterer Service, nämlich PaaS (Platform as a Service) bietet die Möglichkeit, virtuelle Server inklusive aller benötigten Anwendungen vollständig vorkonfiguriert mieten zu können.

Alle Anwendungen und abgelegten Dateien sind von überall auf der Welt nutz- bzw. abrufbar, was die Zusammenarbeit an gemeinsamen Projekten enorm vereinfacht, ohne dass umfangreiche Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden müssen, um den externen Zugriff auf das Unternehmensnetzwerk abzusichern.

Die einzige Hürde, die viele Unternehmen davon abhält, den Schritt in die digitale Zukunft zu wagen, ist die Ungewissheit, wie eine solche Migration der oft nicht vollständig durchstrukturierten Daten von der eigenen Hardware in die Cloud vonstattengehen sollte. Die richtige Planung und Vorbereitung ist dabei ein wesentlicher Bestandteil. Dazu hier ein zusammengefasster Überblick über die nötigen Schritte und einige nützliche Hinweise:

  1. Bestandsaufnahme:
    Vor der Datenmigration in die Cloud ist der gesamte Datenbestand zu erfassen. Dabei stellt sich oft heraus, dass bis zu 80 Prozent der Daten unstrukturiert sind, zum Beispiel Texte, Tabellen und Listen, Bilder, Präsentationen, Audio- oder Videodateien. Sie sind eine besondere Herausforderung, da sie vor der Migration analysiert und konsolidiert werden müssen. Das ist vor allem deshalb wichtig, weil bestimmte Daten, etwa personenbezogene oder geschäftskritische Daten, besonders restriktiv behandelt werden müssen.
  2. Analyse und Bereinigung:
    Bei der Bestandsaufnahme erweisen sich viele unstrukturierte Daten als redundant, obsolet oder trivial (ROT). Entsprechende Tools filtern diese überflüssigen Dateien und Dubletten heraus. Das Datenvolumen und die damit verbunden Kosten werden reduziert, die Datenmigration wird beschleunigt.
  3. Konsolidierung und Klassifizierung:
    Die verbleibenden unstrukturierten Daten werden vor der Migration konsolidiert und kategorisiert, etwa nach Kundensegmenten, Regionen, Lösungen oder auf besondere Sicherheits- und Schutzrelevanz hin. Das erleichtert das Daten-Management und vereinfacht den Zugriff.
  4. Datenkompression:
    Vor der Migration können die zu migrierenden Daten zusätzlich komprimiert werden, um die Datenvolumen und damit die Cloud-Kosten weiter zu senken. Die besten Tools erreichen Kompressionsraten von bis zu 40 Prozent.
  5. Sicherheit:
    Die für die Cloud-Migration vorgesehenen Daten haben sich in den beschriebenen Schritten als für das Unternehmen besonders kritisch herauskristallisiert. Für die Migration in die Cloud sollten sie daher verschlüsselt werden, um ihre Sicherheit und Integrität sicherzustellen.
  6. Laufende Pflege und Kontrolle:
    Damit ist die Migrationsphase zwar abgeschlossen, das Daten-Set muss im laufenden Cloud-Betrieb jedoch ständig weiter gepflegt werden. Automatisierte Funktionen helfen beispielsweise bei der Eliminierung neuer Duplikate oder der Zugangskontrolle zu geschützten Daten.

Wenn Sie zu diesem Thema beraten werden möchten und sich fragen, welche Vorteile sich aus einer Umstrukturierung für Sie ergeben können, sprechen Sie uns gerne an.