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MS Exchange Update erst 2025

Microsoft Exchange ist in vielen Unternehmen, besonders in solchen, deren IT-Infrastruktur auf Microsoft Lösungen basiert, nicht mehr wegzudenken. Als zentrale Verwaltungssoftware für E-Mails, Termine, Kontakte und weitere Komponenten steht es im Mittelpunkt der Unternehmens-Kommunikation und Zusammenarbeit innerhalb des Unternehmens.

Bereits 2020 wurde den Nutzern neben der Aktualisierung anderer Microsoft Anwendungen auch eine neue Version von Microsoft Exchange in Aussicht gestellt. Das Release sollte bereit in der zweiten Hälfte 2021 stattfinden. Nun hat der Konzern offiziell bekannt gegeben, dass die Veröffentlichung der On-Premises-Variante auf die zweite Hälfte 2025 verschoben wurde. On-Premises bezeichnet dabei sozusagen den Ort, wo die Software installiert wird. Im Gegensatz zu Cloud-basierter Software wird On-Premises-Software auf eigenen Servern innerhalb eines Unternehmens bzw. auf eigens gemieteter Hardware betrieben. Trotz des Trends hin zu Cloud-Anwendungen erfreut sich diese Variante immer noch großer Beliebtheit, weshalb viele Administratoren seit dem vergangenen Jahr auf die Aktualisierung von MS Exchange 2016 bzw. 2019 warten.

Als Begründung für die ungewöhnlich lange Verzögerung gab Microsoft die im Jahr 2021 weit verbreiteten und bis heute wiederkehrenden Angriffe der chinesischen Hackergruppe Hafnium auf lokale Exchange-Server an. Allein im März 2021 wurden ca. 30000 US-Unternehmen und sogar die US-Regierung infiltriert, wobei Unmengen an Daten gestohlen und zerstört wurden. Aus diesem Grund sah sich das Unternehmen gezwungen, den Fokus auf die Sicherheit der bestehenden Systeme zu lenken und die Weiterentwicklung der neuen Version zu vernachlässigen. Seither wurden etliche außerplanmäßige Updates zu diesem Zweck herausgegeben.

Zurzeit wirbt Microsoft mit den neuen Funktionen in Exchange 2019 im Vergleich zu älteren Varianten, wie zum Beispiel dem verbesserten Outlook im Web, verbesserter Sicherheit, besserer Leistung und Skalierbarkeit, einer aktualisierten Architektur, Integration mit SharePoint Server und OneDrive und weiteren Funktionen. Außerdem wurde eine stetige Erweiterung des Funktionsumfangs für die kommenden Jahre angekündigt. Ungewöhnlich kurz wird der Zeitraum zwischen dem Ende des Supports für Exchange 2016 und 2019, nämlich dem 14. Oktober 2025, und der Veröffentlichung der neuen Version sein. Dafür hat das Software-Unternehmen zugesichert, dass ein sogenanntes In-Place-Upgrade für den Wechsel auf die neue Version implementiert wird, sodass weder neue Hardware angeschafft noch Postfächer aufwendig migriert werden müssen, wie es in der Vergangenheit teilweise nötig war.

Auch weitere Maßnahmen wurden angekündigt, um das Upgrade möglichst unkompliziert zu gestalten. Ebenso wie die Erweiterung des Funktionsumfangs gilt dies allerdings nur für Microsoft Exchange 2019, weshalb ein Wechsel von Version 2016 auf 2019 auch in den kommenden Jahren weiterhin sinnvoll bleiben wird.