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Immer höhere Akzeptanz bei der e-Signatur

Auch wenn Deutschland im europäischen Vergleich in Bezug auf die elektronische Signatur eher ein Schlusslicht ist, steigt die Zahl der Nutzer stetig an. Besonders, seitdem das Bedürfnis gestiegen ist, Prozesse möglichst kontaktlos abzuwickeln, erhöht sich auch in Deutschland die Akzeptanz, traditionelle Verfahren in eine digitale Form zu übersetzen.

Bei der elektronischen Signatur handelt es sich per Definition um digitale Daten, die einem digitalen Dokument hinzugefügt wurden, um den Unterzeichner eindeutig identifizieren zu können. Wird also ein digitales Dokument übertragen, soll sich der Empfänger der Identität des Senders und der Integrität des Inhalts sicher sein können. Die einfachste Art von elektronischer Unterschrift findet sich zum Beispiel im Fußbereich der meisten geschäftlich verschickten E-Mails, die allerdings keinerlei rechtliche Beweiskraft hat.

Bei privaten oder geschäftlichen Transaktionen wie Verträgen, Anträgen und anderen bindenden Vereinbarungen muss die Authentifizierung strengen gesetzlichen Vorschriften genügen, um die Schriftform auf Papier zu ersetzen. In Europa werden diese in der eIDAS-Verordnung zusammengefasst, die im Juli 2016 ältere Verordnungen abgelöst hat. Hier kommen die sogenannte "fortgeschrittene elektronische Signatur" und die "qualifizierte elektronische Signatur" zum Einsatz. Im Vergleich zur einfachen Signatur ist die fortgeschrittene Signatur aufgrund der eingesetzten Verschlüsselungstechnik deutlich sicherer.

Um anschließend ein digitales Dokument elektronisch zu unterzeichnen, werden ein privater Schlüssel und ein öffentlicher Schlüssel generiert. Der öffentliche Schlüssel und ein Hash-Wert, der mithilfe der beiden Schlüssel und der Dokumentdaten erstellt wird, werden nun von einer entsprechenden Software an das Dokument geheftet. Der private Schlüssel bleibt bei dem Unterzeichner und ist vertraulich. Über die Zertifizierungsstelle wird die Identität des Absenders bestätigt. Ein wichtiger Bestandteil der Sicherheitsstufe ist, dass der Inhalt des Dokuments nicht manipulierbar ist. Wird der Inhalt nachträglich verändert, unterscheidet sich der angehängte Hash-Wert und der öffentliche Schlüssel ist nicht mehr in der Lage, das Dokument zu entschlüsseln.

Bei der "qualifizierten elektronischen Signatur" kommt zusätzlich noch eine von zertifizierten Anbietern entwickelte Hard- oder Software Komponente hinzu, deren integrierter Signaturschlüssel in die Verschlüsselung mit einbezogen wird. Ein derartig verschlüsseltes Dokument entspricht den höchsten gesetzlichen Ansprüchen und besitzt den gleichen Beweiswert wie ein unterschriebenes Dokument in Papierform. Der Schritt hin zur elektronischen Signatur hat viele Vorteile. Die Geschwindigkeit von Transaktionen kann enorm gesteigert werden. Dazu kann die Ablage der Dokumente ebenfalls digital erfolgen, was Büros voller Aktenschränke überflüssig macht und am Ende auch in hohem Maße der Umwelt zugute kommt.

Wenn Sie Fragen haben, wie Sie die digitale Unterschrift einfach in Ihre Geschäftsprozesse integrieren können, sprechen Sie uns an.