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Windows 10 Frühjahrs-Update

Wie in den vergangenen Jahren gibt Microsoft auch in diesem Jahr jeweils im Frühjahr und im Herbst ein größeres Funktionsupdate aus. Zu erkennen sind diese speziellen, optionalen Updates an den Versionsnummern, bei denen auf die Jahreszahl entweder ein H1 für das erste Halbjahr oder ein H2 für das zweite Halbjahr des Jahres folgt. Aktuell steht also das Update "Windows 10 Version 21H1" aus, das laut Microsoft nun mit der Build Version 19043.928 fertiggestellt wurde und im Mai an alle Windows 10 Benutzer ausgerollt werden soll.

Insider Testern steht die neue Version schon seit einigen Tagen zum Testen zur Verfügung. Im Windows Insider Program for Business wird 21H1 bereits seit März in den Enterprise- und Pro-Editionen von Interessierten unter die Lupe genommen. Vom Umfang her fällt das Frühjahrs-Update entgegen der Tradition von Microsoft in diesem Jahr kleiner als das geplante Herbst-Update aus, das unter dem Codenamen "Sun Valley" geführt wird und größere optische Neuerungen und Modernisierungen mitbringen soll, die sich an der neuen Version Windows 10x orientieren sollen.

Wie bei nahezu jedem Update werden mit dem Mai-Update allgemeine Fehlerbehebungen, Sicherheitspatches und Qualitätsverbesserungen mitgeschickt. Darüber hinaus verspricht besonders ein neues Tool in den Windows Einstellungen einen besonderen Mehrwert für den Nutzer. Durch Auswählen der Option "Datenträger und Volumes verwalten" gelangt man von nun an zu einer leicht vereinfachten, aber deutlich moderneren Version der Datenträgerverwaltung, in der sich bequemer und schneller übliche Anpassungen wie die Vergabe von Laufwerksbuchstaben, Änderungen an Partitionen und Festplatten und weitere Funktionen bezüglich der Datenträger durchführen lassen. Für Nutzer, bei denen eine SSD mit NVMe-Protokoll zum Einsatz kommt (in der Regel handelt es sich dabei um das M.2-Format, das nicht wie üblich über einen SATA-Port, sondern über einen PCIe-Port angeschlossen werden), geht Microsoft noch einen Schritt weiter. Diese werden dauerhaft überwacht, ein Klick auf den Punkt "Eigenschaften" offenbart die geschätzte Lebensdauer der Festplatte und zeigt eine Warnung, wenn diese sich dem Ende zuneigt.

Eine Leistungsverbesserung verspricht Microsoft unter anderem beim Windows Defender Application Guard, wodurch Dokumente schneller geöffnet werden können sollen und in Bezug auf Remote-Arbeitsszenarien. Ein weitere nützliche Anpassung werden Windows Hello Nutzer feststellen, die mehrere Kameras im Einsatz haben. Sie sollen künftig die Kamera auswählen und als Standard speichern können, die die Hello Funktion ausführen soll. Je nachdem, welches der optionalen Updates man bereits durchgeführt hat, wird unter dem Punkt "Windows Update" jeweils das neuste zur Verfügung stehende Update angezeigt und eine Auflistung der enthaltenen Features über einen Link bereitgestellt. Für interessierte Privatanwender oder Nutzer eines Testsystems bergen diese halbjährlichen Funktions-Updates meist spannende Neuerungen zum Ausprobieren. Geschäftskunden, für die ein reibungsloser Betrieb der IT-Infrastruktur an erster Stelle steht, sollten davon Abstand nehmen, die Updates direkt nach der Veröffentlichung einzuspielen, da sie nicht selten kleinere und auch größere Fehler mitbringen, die erst mit folgenden Patches wieder behoben werden.

Auf der anderen Seite kann eine Vernachlässigung der Aktualität der eingesetzten Systeme ebenfalls schwerwiegende Konsequenzen haben. Zudem stellt Microsoft regelmäßig den Support für veraltete Versionen ein. Nutzer von einigen Versionen aus dem Jahr 2019 werden zum Beispiel ab Mai vom Microsoft Support gebeten, zunächst eine aktuellere Version aufzuspielen, bevor man sich um Ihr Anliegen kümmern kann. Wenn Sie unsicher sind, welche Update Strategie für Sie oder Ihr Unternehmen optimal ist, kommen Sie gerne auf uns zu.