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Was sind eigentlich Cookies?

Spätestens seit Inkrafttreten der neuen Datenschutzverordnung DSGVO wird man beim Surfen im Internet immer wieder aufgefordert, der Nutzung von Cookies auf Internetseiten zuzustimmen. Dabei wissen viele nicht, was sich hinter dem Begriff "Cookie" verbirgt.

Ein Cookie kann man sich wie eine kleine Textdatei vorstellen, in die kurzfristig oder auch dauerhaft Informationen von Websites eingetragen werden. Diese Textdatei wird lokal in einem Verzeichnis des Browser abgelegt. Grundsätzlich werden zwei Arten von Cookies unterschieden. Technisch notwendige und technisch nicht notwendige Cookies. Zu den notwendigen gehören die Cookies, die für das Funktionieren der Webseite notwendig sind, zum Beispiel sogenannte Session Cookies, die zeitlich begrenzt im Browser gespeichert werden. Diese kommen beispielsweise bei Onlineshops zum Einsatz, um den Inhalt des Warenkorbs zu speichern oder bei Seiten, die eine Anmeldung erfordern. Das ermöglicht unter anderem das Wechseln der Seite oder das Öffnen mehrerer Tabs, ohne dass die Anmeldedaten neu eingegeben werden müssen. Hier werden die Anmeldedaten solange gespeichert, bis der Browser geschlossen wird, weshalb man in diesem Fall von sogenannten "Session Cookies" spricht.

Aber auch dauerhaft gespeicherte Cookies können technisch notwendig sein. Seiteneinstellungen wie die Angaben zur Sprache oder das Akzeptieren der Datenschutzbestimmungen können längerfristig gespeichert werden, was den erneuten Besuch für den Nutzer komfortabler gestaltet. Auch diese Informationen werden festgehalten, indem sie in ein Cookie geschrieben werden. Dieses Cookie enthält dann zusätzlich eine Information über seine Lebensdauer, die theoretisch unendlich ist.

Zu den technisch nicht notwendigen Cookies werden vor allem sogenannte "Tracking-Cookies" gezählt. Die von ihnen gesammelten Informationen können von Webseitenbetreibern und Werbefirmen genutzt werden, um detaillierte Besucherprofile zu erstellen. Ziel ist es, die im Browser eingeblendete Werbung auf die Vorlieben des Nutzers abzustimmen. Ebenso können dadurch wie zum Beispiel bei Amazon personalisierte Produktvorschläge gemacht werden.

Auch Analysedienste wie Google Analytics und auf Werbung spezialisierte Websites wie Facebook nutzen Cookies und sammeln zum Teil erschreckend detaillierte Daten für Ihre Nutzerprofile. Dies kann auf der einen Seite als Eingriff in die Privatsphäre empfunden werden, auf der anderen Seite wird die Personalisierung oft als angenehm empfunden, zumal die Profile nur in den seltensten Fällen persönliche Daten wie Namen oder Adressen enthalten. Grundsätzlich speichern Cookies nur Daten zur Person, die der entsprechenden Website vom Nutzer zur Verfügung gestellt wurden. Sie haben außerdem keinen Zugriff auf andere Cookies oder an anderer Stelle gespeicherte Daten. Trotzdem spricht nichts dagegen, die gespeicherten Daten hin und wieder zu kontrollieren. Jeder Browser erlaubt das Einsehen und Löschen der Cookies über die jeweiligen Einstellungen zum Thema Datenschutz. Außerdem bieten sie die Möglichkeit, das Setzen von Cookies generell zu unterbinden. Von dieser Einstellung ist allerdings im Normalfall abzuraten, da es bei vielen Seiten zu Einschränkungen der Funktionen führen kann.

Viele der aktuell auf Webseiten genutzten Cookie-Banner, die die Bestätigung zur Nutzung von Cookies einholen, ermöglichen das Sperren von Tracking-Cookies, während das Setzen von technisch notwendigen Cookies erlaubt bleibt. Möchte man ein technisch einwandfreies Besuchserlebnis, ohne dabei analysiert zu werden, empfiehlt sich diese Einstellung.