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Das Ende von 3G

In den letzten Jahrzehnten wurden immer wieder neue Generationen von Mobilfunkstandards entwickelt. Die dritte Generation 3G wird nun bald abgeschaltet, damit seine Frequenzen für neue Standards zur Verfügung stehen.

Schon seit über 50 Jahren gibt es in Deutschland mobile Funknetze. Im Jahr 1958 wurde 1G als die erste Generation vorgestellt, die allerdings noch auf einer analogen Sprachübertragung basierte und für die Verbindungen noch per Hand vermittelt werden mussten. In den Jahren 1972 und 1986 wurde zunächst das A-Netz vom B-Netz abgelöst, dann das B-Netz vom C-Netz, welches bereits eine Verbindung über mehrere Funkzellen hinweg halten konnte.

Mit 2G oder auch GSM wurde im Jahr 1992 die erste digitale Funkübertragung zum Standard, die eine max. Bandbreite von 9,6 bzw. 14,4 KBit/s bot. Aber selbst die Weiterentwicklungen GPRS (2.5G bis 55 KBit/s) und EDGE (2.75G bis 150 KBit/s) wurden hauptsächlich für das mobile Telefonieren und das Versenden von Nachrichten genutzt. Erst mit 3G oder UMTS begann ab dem Jahr 2004 das Zeitalter des mobilen Internets, denn zum ersten Mal kam eine Funkzugriffstechnik zum Einsatz, die das gleichzeitige Empfangen und Senden mehrerer Datenströme mit einer Geschwindigkeit von bis zu 384KBit/s ermöglichte.

In den darauffolgenden Jahren wurden weitere Standards entwickelt, die einen gewaltigen Sprung in Bezug auf die Geschwindigkeit machten. Der aktuelle Standard, der weltweit ausgebaut wird, ist 5G mit einer potenziellen Downloadrate von bis zu 10 GBit/s. Um genau diesen Ausbau voranzutreiben, werden am 30. Juni 2021 die 3G Frequenzen der beiden größten Anbieter Telekom und Vodafone freigemacht, was das Ende der dritten Generation einläutet. Telefonica bzw. O2 schaltet bis zum Ende des Jahres ab.

Nach Aussagen von Telekom und Vodafone betrifft die Abschaltung nur einen geringen Prozentsatz der Kunden. Laut einer Studie sind aber über 30 Millionen in Deutschland genutzter SIM-Karten nicht mit einer neueren Generation als 2G/3G kompatibel, was den Besitzer dazu zwingen wird, sich um eine neue Karte zu bemühen, wenn er weiter mobiles Internet nutzen möchte. Gespräche und SMS sollen weiterhin über das 2G-Netz möglich sein.

Noch ärgerlicher wird es, wenn Geräte nicht mehr mit den neuen Standards arbeiten können. Das betrifft nicht nur Smartphones. Auch Router und Notebooks bis hin zu Bordcomputern von Fahrzeugen könnten davon betroffen sein. Wenn man auf das mobile Internet angewiesen ist, sollte man sich vor dem Stichtag informieren, ob die jeweiligen Geräte kompatibel sind. Wenn Sie dabei Unterstützung benötigen, Ihre IT-Infrastruktur auf mögliche Einschränkungen durch die Abschaltung zu prüfen, stehen wir Ihnen gerne mit Rat und Tat zur Seite.