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Neues zur Corona-App

Die von der Bundesregierung in Auftrag gegebene und von SAP und der Deutsche-Telekom-Tochter T-Systems entwickelte Corona-App steht seit einigen Wochen in den App-Stores zum Download bereit. Seitdem haben über 16 Millionen Menschen die Anwendung heruntergeladen.

Die Funktion der App besteht darin, Personen, die sich in der unmittelbaren Umgebung von Erkrankten aufgehalten haben, zu identifizieren und zu warnen. Dadurch soll eine weitere Verbreitung möglichst stark eingegrenzt werden. Trotz der hohen Downloadzahlen, die als positive Resonanz auf die App gewertet werden können, gibt es auch jede Menge Kritik. Millionen Nutzer sollen zu spät oder gar nicht gewarnt worden sein. Dabei geht es zum Beispiel um Samsung- und Huawei-Geräte. Laut eines SAP-Sprechers liegt das Problem aber nicht in der Programmierung der Anwendung, sondern im Betriebssystem der Geräte.

Entscheidend für den Betrieb ist nämlich der Austausch von anonymen Schlüsseln, was nicht nur bei Nutzung der App sondern auch als Hintergrunddienst gegeben sein muss. Die betroffenen Betriebssysteme sind aber vom Hersteller so konfiguriert, dass die Laufzeit des Akkus der Geräte möglichst lang ist. Dafür werden stromintensive Hintergrundprozesse automatisch beendet. Dies führt im Fall der Corona-App dazu, dass der Schlüsselaustausch nicht stattfindet und die App somit ihre Hauptfunktion einbüßt. Am vergangenen Mittwoch erschien die Version 1.1.1, die um eine weitere Funktion ergänzt wurde. Nutzer sollen nun in der Lage sein, den Umgang mit Hintergrundprozessen aus der App heraus zu steuern und die standardmäßigen Einstellungen des Betriebssystems damit zu überschreiben.

Allerdings melden auch iPhone Nutzer eine lückenhafte Protokollierung der Kontakte. In diesen Fällen handelt es sich aber um einen Fehler im Betriebssystem iOS. Darin ist ein sogenannter Scheduler (deutsch: "Planer") dafür verantwortlich, die Daten der Corona-App einmal in 24 Stunden mit denen auf dem Server zu synchronisieren. Apple hat den Fehler im Scheduler bereits eingeräumt. Die Entwickler bei SAP und T-Systems arbeiten nun mit Hochdruck an einer Übergangslösung, die den Empfang der Daten sicherstellen soll bis Apple eine entsprechende Aktualisierung des Betriebssystems veröffentlicht.

Wer den einwandfreien Betrieb der Corona-App auf seinem Smartphone sicherstellen möchte, sollte sich unabhängig vom Gerät über Aktualisierungen sowohl der Corona-App als auch des Betriebssystems auf dem Laufenden halten. Auf der offiziellen Seite zur Corona-Warn-App wurde eine Bereich für häufige Fragen und Antworten eingerichtet, in dem sich Interessierte über aktuelle Entwicklungen zur App informieren können. Der Link dazu lautet:

https://www.coronawarn.app/de/faq/