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Windows 10 blockiert alte Router

Wer im Besitz eines alten Routers ist, könnte in naher Zukunft plötzlich nicht mehr per WLAN eine Verbindung zu seinem Router aufbauen können. Grund dafür sind die Verschlüsselungsprotokolle, die bald nicht mehr von Microsoft unterstützt werden.

Die erste und auch älteste Verschlüsselungsart, die bereits seit 2007 als veraltet gilt, ist WEP, was für "Wired Equivalent Privacy" steht. Das Verschlüsselungsprotokoll wurde eingeführt, um sicherzustellen, dass sich nur die Geräte mit dem Netzwerk verbinden können, bei denen der WEP-Schlüssel mit dem auf dem Accesspoint bzw. Router übereinstimmt. Was damals einen zuverlässigen Schutz vor Unbefugten im eigenen Netzwerk darstellte, kann heute in Sekunden geknackt werden und bietet daher keinerlei Sicherheit mehr.

Die zweite Verschlüsselungsmethode, die bald nicht mehr unterstützt werden wird, heißt TKIP (für Temporal Key Integrity Protocol). Sie wurde entwickelt, um schnell eine Alternative zu WEP bereitzustellen, als die ersten Schwachstellen bekannt wurden. Bei dieser Methode wird unter anderem der Schlüssel um weitere Bestandteile erweitert. Außerdem ändert dieser sich für jedes gesendete Datenpaket. Der Vorteil war damals, dass Geräte, die mit WEP verschlüsselten, weiterhin genutzt werden konnten. Ein Austausch der Hardware war meist nicht nötig. Beide Verschlüsselungsmethoden werden nun bei kommenden Windows 10 Updates blockiert werden. Den genauen Zeitpunkt hat Microsoft noch nicht bekanntgegeben, obwohl das Unternehmen schon im Zuge des Mai-Updates 2019 darauf hingewiesen hatte.

Da es sich bei den beiden Verschlüsselungsarten um veraltete und unsichere Methoden handelt, sollten sie sowieso nicht mehr zum Einsatz kommen. In seltenen Fällen kann es aber vorkommen, dass angeschlossene Peripherie nur diese Verschlüsselungen unterstützt. Dann kommt man um einen Wechsel der Hardware nicht herum, wenn der Hersteller der Peripherie kein Firmwareupdate bereitstellt. Modernere Geräte bringen aber sicherere Verschlüsselungsarten wie WPA2 oder WPA3 mit. Hundertprozentige Sicherheit können auch sie nicht garantieren, aber die höchstmögliche, die zurzeit möglich ist.

Um nachzusehen, welche Verschlüsselung bei Ihnen aktiv ist, genügt ein Blick in die Einstellungen des Routers. In den meisten Fällen gelangen Sie über einen Browser auf die Weboberfläche des Routers. Welche Adresse sie eingeben müssen, ist in der Bedienungsanleitung Ihres Geräts aufgeführt. Dort erfahren Sie auch, unter welchem Menüpunkt die Einstellungen zur WLAN-Verschlüsselung zu finden sind. Wenn Sie ältere Hardware im Einsatz haben, empfiehlt sich ein Wechsel auf ein neueres Modell in jedem Fall. Auch weil neuere Geräte weitere nützliche Funktionen mitbringen, von denen Sie profitieren können. Bei einem aktuelleren Gerät sollte bereits einer der neuen Standards genutzt werden. Ein Blick in die Konfiguration bringt da aber Sicherheit.

Wenn Sie Fragen bezüglich Ihrer Hardware oder der richtigen Konfiguration Ihrer Geräte haben, kommen Sie gerne auf uns zu. Wir unterstützen Sie dabei, Ihr Netzwerk optimal und zeitgemäß einzurichten.