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G5 und Huawei

Wie wir bereits in einem älteren Beitrag berichteten, ist der Ausbau des 5G-Netzes in Deutschland und der Welt Thema Nr.1 bei den Mobilfunkanbietern. Die fünfte Generation des Funknetzes nach 3G und 4G verspricht dabei bisher unerreichte Geschwindigkeiten. Ermöglicht werden diese vor allem durch die kürzere Wellenlänge des Funksignals. Nachteil der neuen Technik ist, dass diese Wellen eine geringere Reichweite als Ihre Vorgänger haben, was ein dichteres Netz an Funkantennen erforderlich macht.

Und hier kommt Huawei ins Spiel. Der chinesische Smartphone-Hersteller und Telekommunikationsausrüster wird auf dem Mobilfunkendgerätemarkt bereits als mögliche Ablöse für Apple gehandelt. Damit würde Huawei nach Samsung auf Platz zwei der Rangliste für verkaufte Smartphones weltweit klettern.

Was den Ausbau des 5G-Netzes betrifft, ist Huawei vor allem wegen der in China herrschenden Gesetze bei den Regierungen mehrerer Länder in Ungnade gefallen. Das Gesetz besagt nämlich, dass die chinesische Regierung jederzeit Zugriff auf die Daten hiesiger Konzerne einfordern kann. Zudem befürchten Fachleute, dass Huawei eine Hintertür in unsere Netze einbauen könnte, was den Zugriff auf zum Teil sensible Unternehmensdaten ermögliche. Denn der 5G-Netz Ausbau ist in erster Linie für das Internet of Things, also dem Kommunikationsnetz internetfähiger Geräte und Maschinen, geplant. Die lauteste Kritik kommt aus den USA, wo Huawei bereits aus dem Ausbau des 5G Netzes ausgeschlossen wurde. Auch Smartphones des Unternehmens dürfen nicht mehr von Regierungsmitgliedern und Mitarbeitern regierungsnaher Unternehmen genutzt werden.

Zudem hat die US-Justiz Anklage wegen des Verdachts auf Industriespionage erhoben. Huawei konterte unlängst mit einer Gegenklage und bezeichnete die Einschränkungen auf dem US-Markt als verfassungswidrig. In Deutschland würde der Verzicht auf Produkte des chinesischen Technologieriesens den Ausbau des 5G-Netzes nicht nur stark verzögern, sondern auch die Kosten in die Höhe treiben, was letztendlich die Unternehmen und Endverbraucher zu spüren bekämen.