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WhatsApp, Instagram und Messenger bald vereint?

Laut der New York Times und der Financial Times gibt es bei Facebook Überlegungen die oben genannten Chat-Dienste zu vereinen und einen stärkeren Fokus auf Verschlüsselung zu legen. Derzeit sind alle Nachrichten bei WhatsApp Ende-zu-Ende verschlüsselt, bei Facebook Messenger kann dies pro Chat ausgewählt werden, bei Instagram ist gar keine Ende-zu-Ende Verschlüsselung möglich.

Mit der Vereinigung der verschiedenen Sofort-Nachrichten-Services sollen alle eine Ende-zu-Ende Verschlüsselung erhalten, wie es bei WhatsApp bereits Standard ist. Da alle drei Dienste zu Facebook gehören, und somit auch die Accounts, soll die Kommunikation mit Freunden und Familie einfacher werden, da man sie über die Grenzen des jeweiligen Netzwerks hinweg leichter erreichen könne.

Wie das ganze technisch funktionieren soll ist noch unklar und man geht derzeit von einer Umsetzung bis zum Frühjahr 2020 aus. Die Apps sollen zwar weiterhin separat voneinander existieren, allerdings könnten sie in Zukunft auf der gleichen technischen Infrastruktur laufen, was z. B. das Versenden eines Bildes von Instagram zu einem WhatsApp Kontakt ermöglicht.

Um diese Zusammenlegung möglich zu machen, müsste die Funktionsweise der einzelnen Dienste geändert werden. So werden für Instagram und Facebook Accounts benötigt, für WhatsApp hingegen nur eine Telefonnummer. Möglich wäre also, dass die WhatsApp-Telefonnummer dem Facebook- bzw. Instagram-Account zugeordnet wird. Ein ähnlicher Versuch seitens Facebook wurde allerdings bereits 2017 mit 110 Millionen Euro bestraft. Dort wollte Facebook die auf Facebook und WhatsApp gespeicherten Telefonnummern miteinander abgleichen, um somit Accounts zu verbinden. Das Problem an der Sache war, dass Facebook bei der Übernahme von WhatsApp zugesagt hatte dies nicht zu tun.

Wie genau die Zusammenführung der Chat-Dienste ablaufen und am Ende funktionieren wird, ist noch nicht ganz klar und wir bleiben gespannt, wie die Lösung aussehen könnte. Was den Datenschutz angeht wird Facebook vermutlich sehr vorsichtig an die Sache herangehen, da von der EU hohe Strafen drohen könnten.