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Google Pay und Apple Pay - Das sollten Sie wissen

Die beiden Bezahlmethoden Apple Pay und Google Pay sind nun in Deutschland verfügbar und bereits an vielen Stellen verwendbar. Worauf Sie achten müssen und wo die Unterschiede der beiden Anbieter liegen, erfahren Sie in unserem Artikel.

Zunächst einmal die grundsätzliche Frage: Was sind Google Pay und Apple Pay eigentlich? Es sind mobile Bezahldienste, die eine Bezahlung mit dem Smartphone ermöglichen. Dabei funktioniert das Smartphone, wie eine kontaktlose Kredit- oder Debitkarte. Dazu muss das Smartphone NFC-fähig sein, was auf die meisten Modelle der Mittel- bis Oberklasse zutrifft. Kontaktloses Bezahlen per Kreditkarte - und somit auch per Smartphone - ist bereits an etwa 80 % aller Kreditkarten-Terminals möglich. Alternativ lässt sich auch die Smartwatch als kontaktloses Zahlungsmittel verwenden.

Bei kleinen Beträgen, bis zu 25,00 Euro, muss das Smartphone mit Google Pay nicht einmal entsperrt werden. Es kann also ohne Authentifizierung bezahlt werden. Bei größeren Beträgen muss das Gerät per Fingerabdruck oder Pin entsperrt werden. Apple Pay fordert eine Entsperrung des Gerätes auch schon bei kleineren Transaktionen.

Wie der Name bereits vermuten lässt, kann Apple Pay nur auf Apple-Geräten verwendet werden. Dabei ist zu beachten, dass Apple Pay ab den Modellen iPhone SE, iPhone 6 (Plus), 6s (Plus) und 7 (Plus) bis zu den neuesten Geräten sowie iPads und Apple Watches verwendet werden kann. Mac-Geräte werden ebenfalls unterstützt, benötigen allerdings einen Touch-ID-Sensor oder ein Zweitgerät mit Touch-ID-Sensor.

Google Pay auf der anderen Seite kann auf Android-Smartphones mit NFC-Chip ab Version 4.4 (Kitkat) verwendet werden. Das Smartphone darf dazu aus Sicherheitsgründen nicht gerootet sein oder über einen Custom-Rom oder offenen Bootloader verfügen. Außerdem kann der Bezahldienst auf WearOS-Smartwatches installiert und Browser-unabhängig verwendet werden.

Doch nicht nur im Geschäft vor Ort, sondern auch in Apps und Online-Shops können die neuen Bezahlmethoden verwendet werden. Wenn ein Online-Shop eine der Bezahlmethoden anbietet, müssen weder Bankdaten, noch Adresse angegeben werden. Die Daten kommen direkt von Apple Pay oder Google Pay. Beachten sollten Sie dabei, dass Apple Pay am Desktop PC nur über den Safari Browser funktioniert.

Auch im Ausland sind die beiden Bezahldienste bereits stark verbreitet. In ca. 27 Ländern sind sie offiziell nutzbar, vermutlich aber auch in mehr Ländern, sofern an der Kasse NFC unterstützt wird. In den USA ist es bereits möglich Geld an Freunde und andere Kontakte zu senden, ähnlich wie bei PayPal. Die Funktionen „Pay Cash“ von Apple und „Google Pay Send“ könnten bald auch hier verfügbar sein. Ein Datum ist allerdings noch nicht bekannt.

Genutzt werden können die Dienste mit Kredit- und Debitkarten verschiedenster Banken oder bei Google Pay auch mit PayPal, wo ebenfalls eine Girokarte hinzugefügt werden kann. Gleiches ist möglich bei den Zahlungsdiensten Boon und Vimpay, welche von Google Pay und Apple Pay unterstützt werden.

Um Apple Pay einzurichten, müssen Sie in den Einstellungen die Wallet aufrufen und die Geldkarte mit der Kamera scannen. Google Pay muss, falls noch nicht geschehen, über den Play Store heruntergeladen werden. Anschließend kann ebenfalls mit einer Scanfunktion die Kreditkarte hinzugefügt werden. Ein manuelles Hinzufügen, durch Eintippen der Daten ist ebenfalls möglich.

Beim Bezahlen selbst werden nicht die Kreditkartendaten übermittelt, sondern ein generierter Token, welcher als virtuelle Kreditkarte zu verstehen ist. Diese besitzt eine eigene Nummer und liegt sicher verschlüsselt bei der jeweiligen Bank. Auch der Datentransfer zwischen Bank und Smartphone ist verschlüsselt. Dadurch ist es nicht nötig bei Verlust des Smartphones die Kreditkarte zu sperren. Es muss lediglich der virtuelle Token gesperrt werden und schon ist die virtuelle Kreditkarte auf dem Smartphone nutzlos.