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Ratgeber Cloud: Bereitstellung

Nachdem wir im ersten Teil bereits die Vorteile eines Cloud-Dienstes aufgezeigt haben, möchten wir nun auf die vielfältigen Arten der Cloud-Bereitstellung eingehen. Denn Cloud-Computing ist nicht gleich Cloud-Computing: Je nach Zielgruppe gibt es verschiedene Arten der Bereitstellung. Die bekanntesten sind hierbei die Public Cloud, die Private Cloud und die Hybrid Cloud und als Sonderform die Community Cloud.

Public Cloud

Von einer Public Cloud spricht man, wenn Cloud-Dienste von einem externen Cloud-Dienstanbieter bereitgestellt werden. Sämtliche Hardware, Software und unterstützende Infrastrukturkomponente befinden sich bei einer Public Cloud im Eigentum und im Verfügungsbereich des Cloud-Anbieters und werden von diesem auch administriert. Der Cloud-Nutzer erhält die Möglichkeit, ortsunabhängig auf die angebotenen und vertraglich geregelten Dienste zuzugreifen.

Public-Cloud-Dienste eigenen sich besonders für Privatpersonen wie auch kleinere bis mittelgroße Unternehmen, die die typischen Mehrwerte eines Cloud-Dienstes nutzen möchten, jedoch nicht die finanziellen oder operativen Ressourcen aufbringen können, einen eigenen Private-Cloud-Dienst im Unternehmen zu etablieren.

Als Kritikpunk zur Nutzung eines Public Cloud-Dienstes wird jedoch oft das Datenschutzargument genannt (insbesondere bei Cloud Dienstanbietern, die sich außerhalb der Europäischen Union befinden). Firmen wie auch Privatpersonen fürchten einen Missbrauch ihrer kritischen Daten durch Diebstahl oder bewusste Weitergabe an Dritte. Dieses Argument ist auch nicht von der Hand zu weisen und daher sind insbesondere deutsche Unternehmen sehr darauf bedacht, einen Public Cloud-Dienst nur dann zu nutzen, wenn der Betreiber und das Rechenzentrum sich in Deutschland befinden und nach geltendem Recht den Datenschutz wahren.

Private Cloud

Anders als bei der Public Cloud befinden sich bei der Private Cloud die Hardware, Software und sonstige Infrastrukturkomponente in der alleinigen Nutzung des Cloud Anwenders und werden in einem privaten Netzwerk verwaltet. Private Clouds können sich sowohl physisch im lokalen Datencenter des Unternehmens befinden, werden aber in der Regel durch einen Cloud-Anbieter zur Verfügung gestellt.

Eine Private Cloud wird von Unternehmen meist dann gewählt, wenn aus Gründen der Datenschutzproblematik und der IT-Sicherheit ein Public Cloud Anbieter keine Alternative ist. Die Etablierung einer Private Cloud erfordert vom Unternehmen allerdings hohe finanzielle Kosten für die Bereitstellung der Hardware, wie auch für das zur Administration benötigte IT-Personal. In der Praxis ist eine Private Cloud daher für kleinere Unternehmen oft nicht realisierbar und klein und mittelständische Unternehmen nutzen in der Regel den Service eines Cloud Anbieters.

Hybrid Cloud

Eine Hybrid Cloud ist eine Mischform aus Public und Private Cloud. Bestimmte Dienste werden bei einer Hybrid Cloud von einem Public Cloud Anbieter über das Internet bezogen, wohingegen insbesondere datenschutzkritische Anwendungen mittels einer unternehmenseigenen Private Cloud-Lösung bereitgestellt werden können.

Eine Hybrid Cloud steht somit immer vor der zentralen Herausforderung, die Geschäftsprozesse in datenschutzkritische und weniger kritische Bereiche einzuordnen und die Cloud-Dienste darauf entsprechend abzustimmen.

Community Cloud

Als Community Cloud werden Cloud-Infrastrukturen bezeichnet, die von einem klar definierten Nutzerkreis gemeinsam genutzt und gemeinsam bereitgestellt werden. Dieser noch seltene Spezialfall findet derzeit überwiegend bei unternehmensübergreifenden Projekten Anwendung und ist oft nur von temporärer Dauer.

Fazit und Ausblick

Cloud-Computing ist für Unternehmen auf mehrere Arten zu beziehen und jede Art weist Vorteile, wie auch Herausforderungen auf. Für klein- und mittelständische Unternehmen eignet sich der Bezug von Cloud-Services insbesondere über einen Public Cloud Anbieter. Kosten und Nutzen stehen hier im bestmöglichen Verhältnis und der Datenschutz und die Datensicherheit ist bei EU-ansässigen Cloud-Anbietern im selben Maße gewährleistet, wie bei der oft teuren, unternehmenseigenen Privaten Cloud.

Doch nicht nur die Art der Cloud-Bereitstellung ist vielseitig möglich, auch die architektonischen Möglichkeiten sind variable und können sich den jeweiligen Unternehmenserfordernissen anpassen. Wie genau, das erfahren Sie in unserem dritten Teil unser Cloud-Ratgeber-Reihe.